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Futtermittelallergie und Futterunverträglichkeit beim Hund



Futtermittelallergie vs. Futterunverträglichkeit beim Hund. Wir erklären den Unterschied und geben dir unsere Empfehlung für Hundefutter bei Futtermittelallergie und Futterunverträglichkeit.

Wer ist ALPHA UNITE?

Seit 2013 helfen wie Tieren in Not so nah und direkt wie möglich. Mit konkreten Projekten vor Ort unterstützen wir Tierheime in ganz Europa. Wir überwachen den Fortschritt unserer Projekte genau und veröffentlichen alles auf unserer Webseite. So sehen unserer Spenderinnen und Spender immer genau, was mit ihren Sach- und Geldspenden passiert.


Was ist der Unterschied zwischen Futtermittelallergie und Futterunverträglichkeit bei Hunden?

Bei der Futtermittelallergie reagiert der Organismus mit einer Immunabwehrreaktion auf bestimmte Bestandteile des Futters. Häufig sind Hunde nur auf max. 2 Bestandteile allergisch, seltener auf 3 oder mehr. Diese heraus zu finden ist Aufgabe einer Ausschlussdiät oder einer Blutuntersuchung.

Normalerweise wird die Allergie durch ein Protein als Allergen ausgelöst – dieses kann aus Getreide, Fleisch oder anderen Zutaten stammen (siehe weiter unten "Häufigste Auslöser von Futtermittelallergien"). Daher folgt natürlich auch, dass eine Allergie auf Gemüse oder Obst erheblich seltener auftritt, da diese wenig bis gar kein Eiweiß enthalten.

Die Allergie entwickelt sich erst über die Zeit bei häufigem Kontakt mit dem Allergen (dem Nahrungsbestandteil, auf den die allergische Reaktion erfolgt). Sie ist also nicht angeboren, auch wenn eine (genetische) Prädisposition vorliegt.

Es ist daher ganz normal, dass du eine bestimmte Getreide- oder Fleischsorte womöglich jahrelang vertragen hast – und plötzlich allergisch darauf reagierst. Daher ist es wichtig, sämtliche Bestandteile deiner Nahrung mittels der Ausschlussdiät zu testen.

Bei der Futtermittelallergie muss der auslösende Stoff oft ein Leben lang gemieden werden.


Was ist Futterunverträglichkeit?

Bei der Futterunverträglichkeit werden bestimmte Bestandteile des Futters ebenfalls nicht vertragen, das Immunsystem reagiert jedoch nicht mit einer Abwehrreaktion. Stattdessen kann das Futter nicht richtig verdaut werden – demnach entstehen Probleme im Magen-Darm-Trakt, die auch sehr schmerzhaft sein können.

Wie beim Menschen kann bei einer Futterunverträglichkeit eine Elimination der auslösenden Stoffe in der Nahrung über einen längeren Zeitraum sogar dazu führen, dass dieser Stoff später wieder einigermaßen vertragen wird!


Was sind Symptome von Futtermittelallergien bei Hunden?

Bei einer Futterallergie ist der Darm chronisch entzündet, du hast Verdauungsstörungen mit Durchfall und Blähungen, seltener auch Erbrechen.

So können auch Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden – so dass es zu Nährstoffmangel und damit auch zu einer weiteren Schwächung des Immunsystems kommen kann – was Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann.

Außerdem zeigen sich fast immer Hauterkrankungen und sehr oft Ausfluss an den Ohren.

An den Pfoten und unter den Achseln bestehen Juckreiz und teilweise rote, wunde Stellen. Das Problem daran ist, dass du an diesen Stellen schlecken wirst, was sie noch wunder macht – und außerdem die Haut schwächt und dadurch vermehrt anfällig für teilweise schlimme Entzündungen macht.


Was sind die häufigsten Auslöser von Futtermittelallergien bei Hunden?

Einige Getreidesorten: Weizen, Mais, Soja (leider werden gerade diese in sehr vielen Hundefuttern verwendet)
Bestimmte Fleischsorten: u. a. Schwein, Geflügel, Rind
Kuhmilchprodukte: Milch, Käse, etc. (seltener bei vergorenen Milchprodukten wie Hüttenkäse, Quark oder Joghurt).


Wie funktioniert die Diagnose mit der Ausschlussdiät bei Hunden?

Zunächst gilt es natürlich, herauszufinden, wogegen deine Allergie besteht. Dies kann ggf. mit diversen Verfahren vom Tierarzt festgestellt werden (wobei auch diese Verfahren keine 100%ige Sicherheit bringen) oder mit der bereits erwähnten Allergieausschlussdiät.

Diese erscheint zwar oft mühsamer und zeitaufwändiger (5 bis 10 Wochen sollten mindestens angesetzt werden), lohnt sich jedoch auf mehrfache Art und Weise: Einerseits bewirkt sie gerade am Anfang eine schnelle Linderung der Beschwerden, da hier nur noch wenige Zutaten, eine Fleischsorte und ein Kohlenhydratlieferant gefüttert wird – auf die dann meist keine Allergiesymptome mehr auftreten. Andererseits merkt man relativ schnell beim Einführen einer neuen Futterzutat, ob eine Allergie dagegen besteht – oder eben nicht, wodurch sie als Auslöser ausgeschlossen werden kann (daher die “Ausschlussdiät”).

Du beginnst am besten mit einer Kohlenhydratquelle sowie Fleischsorte, die du noch nie gegessen hast – so ist eine allergische Reaktion darauf sehr unwahrscheinlich.

Das Problem daran ist oft: Wie kann man das wissen? Denn: Leider ist im Großteil aller Hunde- und Katzenfutter nicht nur eine, sondern mehrere Proteinquellen enthalten. Und vor allem: Diese sind oft gar nicht auf der Verpackung deklariert – sondern werden unter der Bezeichnung “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” zusammengefasst. Und bei anderen Herstellern steht auf dem Etikett etwas wie “Strauß” – und bei genauerem Studium der Zutaten entdeckt man dann, dass auch noch Huhn, Schwein oder Rind enthalten ist!

Zwei Beispiele:

Ein vermeintlich hochwertiges Futter, das als “Lachs mit Hühnchen” bezeichnet wird, dann jedoch bei genauerer Betrachtung aus “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (4% Huhn und 4% Lachs)” besteht, kann 92% andere Fleischsorten (Schwein, Rind, etc.) enthalten – ohne dass diese deklariert werden müssten. Sie fallen einfach unter "Fleisch und Nebenerzeugnisse".
Wieder andere werben übrigens mit toll klingenden Aussagen wie “70% Fleischanteil” – und in Wirklichkeit besteht das Futter aus mehr Innereien als (wenn überhaupt) tatsächlichem Muskelfleisch.
Ersteres ist gesetzlich ganz legal erlaubt… und letzteres nicht genau definiert… leider…

Teste doch einfach mal den Hersteller deines Hundefutters – und schau, was auf dem Etikett alles so an Zutaten steht 😉


Was kann mein Hund bei einer Futtermittelallergie noch fressen?

Da die Futtermittelallergie meist gegen bestimmte Getreide- oder Fleischsorten besteht, ist ein Ausschluss dieser oft relativ leicht. Wir empfehlen veganes Hundefutter ohne Getreide und Gluten.


Warum ist natürliches Futter so wichtig?

Das beste Mittel bei Futterallergien ist oft ganz einfach – eine natürliche Ernährung mit hochwertigen, gesunden Zutaten – am besten gleich selbst gekocht!
Interessanterweise vertragen du und deine Freunde, auch wenn eine Allergie bei bestimmten Zutaten besteht, diese oft trotzdem, wenn sie mit einem natürlichen Futter gefüttert werden. Wenn dieses keinerlei synthetische Zusatzstoffe enthält, und außerdem alle Zutaten (insbesondere das Fleisch) hochwertig sind, kann es durchaus vorkommen, dass du alles gut verträgst, was du in einem minderwertigen Futter nicht vertragen hast.


Wie kann der Verzicht auf Getreide beim Hundefutter helfen?

Man verzichtet als erstes auf Getreide (wie Weizen, Mais und Soja) – und auf Futter, das Getreide enthält, was leider gerade bei Trockenfutter sehr häufig der Fall ist. Getreidefreies Hundefutter ist stets die bessere Wahl.
Stattdessen verwendet man Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Hirse, die meist besser vertragen werden – und achtet gleichzeitig auf niedrige Mengen, da Kohlenhydrate allgemein für Hunde nur zu einem sehr geringen Anteil auf dem Speiseplan stehen sollten.


Wie kann der Verzicht auf bestimmte Fleischsorten helfen?

Außerdem versucht man nach und nach, ob z.B. Hirsch und andere Wildsorten, Pferd (wenn man dagegen nichts einzuwenden hat) oder andere exotischere Fleischsorten (wie Känguru, Büffel, Ziege, Fasan, Strauß, etc.) vertragen werden.


Was bringt der Verzicht auf Zufütterung (Leckerlies, etc.)?

Gerade bei Leckerlies ist oft alles mögliche an „tierischen Nebenerzeugnissen“ enthalten – bei denen du nie weißt, woher sie stammen. Ernähre dich einfach einmal ein paar Wochen ohne sie – und schließe zuerst alle möglichen Allergene aus. Dann kannst du dir immer noch Leckerlies suchen, bei denen alles genau deklariert ist und die aus hochwertigen Zutaten bestehen.